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analyzers Filmtagebuch

Das Beste in Folge(n) – meine Top 5 Serienstarts 2009

Posted by analyzer on January 5, 2010

Was für Filme funktioniert kann für Serien nicht schlecht sein, so zumindest der Grundgedanke. Deshalb habe ich das Serienjahr 2009 noch einmal Revue passieren lassen und meine persönlichen Favoriten herausgepickt.
Berücksichtigt werden hierfür nur Serien, die 2009 im jeweiligen Ursprungsland gestartet sind.

Being Human (UK, BBC THREE)
“Comedy-drama series about three twenty-something housemates trying to live normal lives, despite struggling with unusual afflictions – one is a werewolf, one is a vampire and the other is a ghost.”
Eine britische Serie, die auf den Vampirhype aufspringt, kann das gut gehen? Ja, und wie! Was die Leute bei BBC daraus gemacht haben, ist eine (mit sechs Folgen leider viel zu kurze) Drama-Comedy, die perfekt zu unterhalten weiß. Klare Empfehlung!

United States of Tara (US, Showtime)
A woman struggles to find a balance between her dissociative identity disorder and raising a dysfunctional family.”
Showtime did it again! Nach Dexter, Californication und Weeds überzeugt der Sender mit einer neuen charakter-fokussierten Show. Ganz groß ist hier natürlich Toni Collette als Tara, Buck, T und Alice. Sie gibt jedem dieser Persönlichkeiten einen eigenen, leicht überzeichneten Charakter und leistet dabei hervorragende Arbeit. In einer Nebenrolle übrigens zu sehen: Patton Oswalt.

Hung (US, HBO)
A former high school sports legend turned middle-aged high school basketball coach finds a way to benefit from his biggest asset.”
Thomas Jane mimt eben jenen erfolglosen und von Geldsorgen geplagten Sportlehrer Ray, der nach einem dieser unsäglichen “Believe in yourself and do what you can best to get rich in X days!”-Seminare feststellt, womit er am besten Geld verdienen kann: mit seinem Genital. Ray wird also zum Callboy mittleren Alters mit eingeschränktem Kundenkreis, einem weiblichen und untalentierten Pimp und wenig Erfolg. Prädikat: typisch HBO.

Lie to Me (US, FOX)
“Lie to Me is the compelling drama series inspired by the scientific discoveries of a real-life psychologist who can read clues embedded in the human face, body and voice to expose the truth and lies in criminal investigations.”
2009 war ganz klar das Jahr der “Nicht-Polizist hilft bei Ermittlungen”-Shows: Castle, The Forgotten, White Collar, The Mentalist (startet allerdings schon 2008) und letztendlich Lie to Me. Tim Roth überzeugt als Dr. Cal Lightman, mit einem anderen an seiner Stelle wäre die Serie wohl nur halb so gut. Die familiären und kollegialen “Spannungen” rahmen die abwechslungsreichen Fälle und Settings schön ein, die kleinen Humoreinlagen tragen ihr Übriges dazu bei. Dazu noch eine realistische, wissenschaftliche Grundthematik, was will man mehr?

Life (UK, BBC One)
“The series takes a global view of the specialised strategies and extreme behaviour that living things have evolved in order to survive; what Charles Darwin termed ‘the struggle for existence’.”
Ich wage mich etwas, was eigentlich völlig undenkbar ist, aber mir dennoch richtig erscheint: ich nehme eine Serie in meine Top5 auf, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Aber allein die Tatsache, dass es von der BBC produziert wurde und David Attenborough als Erzähler auftritt, verspricht eine mindestens genauso großartige Serie wie Planet Earth (2006).

Nachtrag hierzu: Soeben zwei Folgen geguckt und ich bin höchst begeistert! Die Aufnahmen sind superb und versetzen einen ständig ins Staunen, Attenboroughs Erzählungen sind wie gewohnt ruhig, sachlich und informativ.
Als Einstieg gab es nicht Folge 1 und 2 sondern die, auf die ich mich am meisten freute: “Insects” und “Reptiles and Amphibians”. Ich freue mich auf mehr und bin gleichzeitig traurig, dass nur noch acht Folgen ausstehen.

Knapp vorbei: Castle, Glee, Bored to Death, Modern Family, Nurse Jackie, Men of a Certain Age, Der kleine Mann.

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Top 5+1 2009

Posted by analyzer on January 1, 2010

Herzrythmusmassage funktionierte, der/das Blog zeigt erste Lebenszeichen. Also wollen wir diese Gelegenheit direkt nutzen, und meine persönliche Top 5+1 (es war schon schwer genug, auf diese sechs Titel herunterzukürzen, aber ich möchte keinen der Verbliebenen missen) vorzustellen. Da es schon schwer genug war, sich auf sechs Filme zu beschränken, wurde auf ein weiteres Ranking verzichtet: die Reihenfolge ist beliebig.
Einiges findet sich auch in zahlreichen anderen Listen, anderes taucht eher selten auf. Dennoch sind für mich sämtliche genannten Filme celluloide Kunst vom Allerfeinsten. Wer einen oder mehrere davon nicht kennt: ansehen! Es lohnt sich :)

Slumdog Millionaire

Mittlerweile dreimal gesehen, jedesmal begeistert und etwas Neues entdeckt. Die Zumüllung mit Oscars fand völlig zurecht statt, großartiges Filmchen, dass der werte Herr Boyle ablieferte. Daran ändert auch die Diskussion um die Behandlung der indischen Darsteller nichts.

Inglourious Basterds

Tarantino did it again. Hell, yeah! Ein gewaltiger Film, der trotz seiner 2,5h niemals Längen hat. Jedes Wort, das fällt, passt genau. Ich saß gebannt vorm Bildschirm und war hin und weg. Das passierte dieses Jahr nicht allzu oft. Ganz klar auf einer Stufe mit “Pulp Fiction”, da kann man mich gerne als Ketzer bezeichnen, wenn das jemand nicht so sieht.

Mary & Max

Der zum großen Teil unbekannte Film aus Down Under zeigt, wie eine Story erzählt wird. Diese wundervolle und herzerwärmende Geschichte trifft auf eine zunächst befremdliche Stop-Motion-Animation, die sich aber sehr schnell von den üblichen 3D-Animationen abhebt und dadurch einen ganz eigenen Charme bekommt. Mein absoluter Geheimtipp, unbedingt ansehen!

(500) Days of Summer

Schon beim Intro musste ich lachen, und da handelte es sich nur um Texteinblendungen. (500) Days of Summer erzählt eine normale und dennoch ganz außergewöhnliche Liebesgeschichte, die beim Zuschauer dieselben Gefühle aufleben ließ, die die Charaktere auch empfanden. Joseph Gordon-Levitt und Zooey Deschanel (sowieso eine meiner Lieblingsschauspielerinnen) wirken immer authentisch und sind das i-Tüpfelchen auf dieser Perle.

The Wrestler

Die Story wirkt zunächst unspektakulär, aber Mickey Fucking Rourke spielt das Ding auf ein Level, dass man nicht mehr weiß, ob es hier tatsächlich um die Geschichte von Randy “The Ram” geht oder ob er nur sein Leben (minus des Wrestlings natürlich) verfilmt sehen wollte. Toll!

Gran Torino

Bisher leider noch kein zweites Mal gesehen, aber auch ohne diese erneute Sichtung überzeugte Eastwood auf ganzer Linie. Er _ist_ der griesgrämige, fremdenhassende Nachbar von nebenan.

Und da selbst sechs Titel nicht genug waren (und diese Liste schon kurz vor dem letzten Kinobesuch entstand): der Spezialpreis geht an Avatar!
Avatar ist Kino, wie ich es noch nicht gesehen habe. Die Technik begeistert jede Sekunde: die Animationen sind nicht von dieser Welt und die 3D-Effekte wurden so dezent eingesetzt, dass es nie aufgesetzt wirkt wie bei den meisten anderen 3D-Titeln. Was Cameron da ablieferte, ist genau das, wofür Kino gedacht ist. Ein Erlebnis, ein Event, etwas Besonderes, etwas Neues, eine Flucht aus der Realität. All das gelang, ich war von der ersten Minute ab in Pandora “zuhause” und fühlte mit Jake mit.

Im Laufe der Top 5+1+1-Findung blieben mehrere (oft nur minimal minder großartige) Filme auf der Strecke wie Coraline, District 9, Up, Taken, Changeling, Revolutionary Road, … 2009 war ein starkes Jahr, was erstmal nicht so wirkte.

Let 2010 begin!

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Bolt

Posted by analyzer on January 11, 2009

Bolt ist wieder einer diesen typischen Fälle, bei denen der Trailer eigentlich ganz witzig ist, man aber doch nur eine 08/15-Animation erwartet: technisch sicherlich einwandfrei, die Story lässt allerdings zu Wünschen übrig.
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“Zeiten des Aufruhrs” oder: Eine etwas andere Filmbesprechung.

Posted by analyzer on January 6, 2009

Die Titanic mag untergegangen sein, doch Leonardo DiCaprio und Kate Winslet sind lebendiger denn je! Das wohl bekannteste Liebespaar der Filmgeschichte (zumindest für die heutige Generation) dürften Jack Dawson und Rose DeWitt Bukater sein, die vor etwa elf Jahren gemeinsam auf der Titanic turtelten und (Achtung, Titanic-Spoiler!) ein trauriges Ende fanden.

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Baraka

Posted by analyzer on November 28, 2008

Barakatheme

Dokumentationen über unseren Planeten gibt es viele. Angefangen bei dem herrlich amüsanten “Die lustige Welt der Tiere” (“Animals are Beautiful People”) von Jamie Uys bis hin zu der bildgewaltigen BBC-Produktion “Planet Erde” (“Planet Earth”), die nicht zuletzt durch Attenboroughs Erzählungen das Beste in diesem Genre sein dürfte. Daraufgestoßen durch ein Review der Blu-ray Disc, las ich vor kurzem zum ersten Mal etwas von “Baraka”, der mir bis dato völlig unbekannt war. Die Referenzqualität der Scheibe und die hohe iMDB-Wertung führten zu einem Blindkauf, der sich als der wohl Beste überhaupt herausstellte. Read the rest of this entry »

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